Bauten & Wohnen

  • Der Gebäudebereich ist für rund 30% der gesamten Treibhausgasemissionen der privaten Haushalte verantwortlich. Dies vor allem, weil die Wohnfläche pro Person immer mehr steigt und die Bevölkerung wächst. Pro Sekunde wird in der Schweiz etwa ein Quadratmeter unberührter Boden verbaut.
  • Zwar steigt die Effizienz im Gebäudebereich dank besseren Gebäudehüllen, neuer Gebäudetechnik und energieeffizienten Geräten. Auch kommen vermehrt erneuerbare Energien zum Einsatz. Dennoch steigt der Energieverbrauch insgesamt weiter an. Dies insbesondere, weil wir uns zunehmend neue Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik anschaffen.
  • Ein immenses Einsparpotenzial besteht beim Endenergieverbrauch für Raumwärme – bis 2050 könnte der Verbrauch um fast 45% sinken (Prognos 20111). Die Sanierung bestehender Gebäude spielt dabei eine zentrale Rolle.

1Prognos (2011). Energieszenarien für die Schweiz bis 2050: Erste Ergebnisse der angepassten Szenarien I und IV aus den Energieperspektiven 2007 – Nachfrage, Zusammenfassung Erzeugung (Zwischenbericht I-v5). Im Auftrag des Bundesamtes für Energie BFE, 9. Mai 2011, Basel.

Die Kategorie „Bauten & Wohnen“ umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung von Gebäuden und Siedlungen bis und mit Betrieb und Nutzung der Gebäude. Auf allen Stufen bestehen beträchtliche Potenziale zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.

  • Architektur/Planung: In der Planungsphase werden die Rahmenbedingungen für Wohn- und Infrastrukturbauten festgelegt. Die Entscheide auf dieser Stufe sind relevant für Treibhausgasmissionen, die dann während der Nutzung anfallen. Dazu gehören beispielsweise Ansätze wie Verdichtung im Siedlungsgebiet, Wahl von bereits gut erschlossenen Standorten, Festlegung des Baukörpers, intelligente Kombination ökologischer Baumaterialien, ökologischer Gebäudetechnik und ökologischen Heizsystemen.
  • Materialien/Haustechnik: Um die Treibhausgasreduktionspotenziale im Gebäudebereich zu erschliessen, braucht es den optimalen Einsatz von technischen Lösungen und ökologischen Materialien. Dazu gehören beispielsweise innovative Gebäudetechniken, Plusenergiehäuser, Smart Buildings, intelligente Infrastruktur für die Optimierung des Energieverbrauchs, Materialien mit besseren Dämmeigenschaften oder der Einsatz nachwachsender Rohstoffe.
  • Bauprozess: Optimierungen können auch während des Bauprozesses erfolgen, etwa durch den Einsatz ökoeffizienter Fahrzeuge für An- und Abtransport von Materialien.
  • Betrieb/Nutzung: Dieser Bereich umfasst verschiedene Ansätze, die zu einer Reduktion der Umweltbelastungen während des Betriebs bzw. während der Nutzung beitragen. Wichtig hierbei sind insbesondere die Minimierung des Flächenverbrauchs (beispielsweise durch Wohnkonzepte mit Gemeinschaftsnutzung), Ansätze zur Förderung von Siedlungsstrukturen und Quartieren der kurzen Wege, aber auch eine effiziente Steuerung der Gebäudetechnik.

Einsparpotenzial des Energiebedarfs beim Wohnen

Einsparpotenzial des Energiebedarfs beim Wohnen

Abbildung 4: Reduktionspotenziale in Petajoule (PJ) des Endenergieverbrauches zwischen 2009 und 2050 im Sektor Privathaushalte (nur Wohnen) bei der Umsetzung einer neuen Energiepolitik gemäss BFE (2011).

Umwelt Arena

Eine Arena für die Umwelt

Im aargauischen Spreitenbach entsteht ein neues Wahrzeichen der Schweiz. Es sieht aus wie ein Raumschiff, ist CO2-neutral und hat das grösste Solardach der Schweiz. Ein Porträt über die Umwelt Arena – das neue Monument des nachhaltigen Lebensstils.

Umwelt Arena - Eine Arena für die Umwelt

 

Preisträger 2011

Verein Energietal Toggenburg, St. Gallen
für die begonnene Umsetzung der Vision eines energieautarken Tals auf breiter gesellschaftlicher Basis.

Verein Energietal Toggenburg

Preisträger 2011



Solargenossenschaft Liechtenstein, Vaduz

für ihr breitenwirksames Impulsprogramm «Strom vom Dach».

Solargenossenschaft Liechtenstein, Vaduz